Tag der Neugetauften

Zum Vaterunser versammelten sich die Neugetauften im Altarraum des Hohen Dom. Erzbischof Hans-Josef Becker feierte mit ihnen ein festliches Pontifikalamt. Paderborn (pdp). Der Empfang des Taufsakraments beruft jeden Christen in die Sendung der Kirche. Diesem Ruf sind in den letzten Monaten im Erzbistum Paderborn erneut viele Erwachsene gefolgt, die bewusst die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie für sich erbeten und empfangen haben. Bereits zum neunten Mal wurde für sie im Erzbistum Paderborn der „Tag der neu getauften Erwachsenen" gefeiert. Als Höhepunkt dieses Tages feierte Erzbischof Hans-Josef Becker am Sonntag mit den Neugetauften ein Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn.

 

22 erwachsene Neugetaufte und ihre Angehörigen und Katecheten waren in diesem Jahr der Einladung des Erzbistums gefolgt und feierten mit Erzbischof Hans-Josef Becker und vielen Gläubigen die Heilige Messe im Hohen Dom. Im Namen des Erzbischöflichen Generalvikariats hatten Stephan Winzek, Direktor der Bildungsstätte Liborianum in Paderborn, und Klemens Reith, Referent für Sakramentenpastoral in der Hauptabteilung Pastorale Dienste, die rund 70 Gäste zuvor mit einer fachkundigen Führung durch den Hohen Dom geleitet.
Jeweils elf Frauen und Männer im Alter zwischen Anfang 20 und Anfang 70 hatten in den vergangenen Monaten im Erzbistum Paderborn das Taufsakrament empfangen und waren aus den verschiedenen Regionen des Erzbistum – etwa aus Dortmund, Delbrück oder Warburg – nach Paderborn gekommen, um gemeinsam den „Tag der neu getauften Erwachsenen" zu feiern. Die Neugetauften gaben durch ihre ursprünglichen Heimatländer der Weltkirche im Hohen Dom ein Gesicht: Eine Hälfte der neu getauften Erwachsenen stammt aus Deutschland, die andere Hälfte aus dem Ausland, unter anderem aus England, Kamerun und Vietnam.
In seiner Predigt hob Erzbischof Hans-Josef Becker hervor, Gottes schöpferische Liebe habe für jeden Menschen einen besonderen Plan. Dieser sei Grund der Würde und Originalität als Mensch: „Keiner beruft sich selbst. Immer geht dem Aufbruch ein Anruf Gottes zu einem neuen, größeren ‚Leben in Fülle' voraus. Gott übt dabei keinen Druck aus, er ruft Menschen in seine Nähe – auf Wegen, die so unterschiedlich sind wie die Menschen selbst", sagte Erzbischof Becker zu den Neugetauften. „Sie, liebe neu getaufte Mitchristen, sind das beste Beispiel für die bunte Vielfalt der Berufungsgeschichten unserer Tage. An irgendeinem Punkt Ihres Lebens wussten Sie sich von Gott beim Namen gerufen und haben geantwortet: ‚Hier bin ich'."
So hieß Erzbischof Hans-Josef Becker die Neugetauften in der „großen Gemeinschaft der Berufenen" willkommen, in der niemand allein den Weg der Nachfolge Jesu gehen müsse: „Wer getauft und gefirmt ist, weiß sich nicht nur in die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott aufgenommen, sondern auch in die Gemeinschaft der Mit-Glaubenden. Die Vertikale schließt die Horizontale ein!"
Im Anschluss an die Predigt zogen die Neugetauften mit dem Erzbischof zum Taufbrunnen im Hohen Dom, um der eigenen Taufe zu gedenken. Nach dem Pontifikalamt bildete ein gemeinsames Abendessen mit Erzbischof Hans-Josef Becker im Bildungshaus Liborianum den Abschluss der Zusammenkunft. (pdp-n-22.04.2013)

Mit dabei war auch Herr Emmanuel Tiassala aus St. Barbara, der sich gemeinsam mit Vikar Krischer und seinem Taufpaten auf den Weg in die Bischofsstadt gemacht hat.

Photo: pdp